Das Redaktionsteam der KHM hat eine erste Auswertung aller bisher eingegangenen Unorte im Hinblick auf verwendete Typen und zugewiesene Kategorien durchgeführt. Die Ergebnisse haben wir in einem PDF zusammengefasst. Das Dokument kann hier heruntergeladen werden.
Nachdem das Unortkataster-Team bereits an den als Unorten kartierten Kranhäusern im Rheinauhafen und dem Diözesanmuseum Kolumba Stimmen von Passanten eingeholt hat, steht als Abschluss der kleinen Serie “Unort oder kein Unort” mit dem ehemaligen Lufthansahochhaus in Deutz nun der dritte und vorerst letzte Teil zur Verfügung. Während die Meinungen zu den Kranhäusern sowohl Pro- wie auch Kontrastimmen enthielten, fielen die Stimmen zum Bau des Diözesanmuseums durchweg positiv aus. Für das Lufthansahochhaus ergibt sich ein negatives Meinungsbild. Die anderen Stimmen zu diesem problematischen Ort finden Sie in der Galerie zu Unort #122 “Ehemaliges Lufthansahochhaus”.
Nach einer Mini-Umfrage am Rheinauhafen, die die Meinung einiger Passanten zu den als Unort makierten Kranhäusern einfing, wollte das Unortkataster-Team der KHM nun von Mitmenschen wissen, wie sie die Lage bezüglich des Museums Kolumba einschätzen. Der vom schweizer Architekten Peter Zumthor entworfene Bau ruft bei der Befragung auf den Straßen rund um das Diözesanmuseum überwiegend positive Reaktionen hervor. Doch, wie stehen Sie, als User des Unortkatasters zu diesem Bau? Unort oder kein Unort? Die anderen Stimmen zu diesem problematischen Ort finden Sie in der Galerie zu Unort #408 “Mauer Bau”
Ein elemtarer Bestandteil des Unortkatasters ist die Diskussion. User kartieren Unorte, andere User können diese kommentieren und so zum Ausdruck bringen, ob sie die Meinung der Anderen teilen. Ob es sich bei einigen Orten tatsächlich um einen Unort handelt oder nicht, scheint dabei im Auge des Betrachters zu liegen. Mitglieder des Unortkataster-Teams sind unterwegs gewesen und haben sich vor Ort bei Passanten umgehört und verschiedene Meinungen eingeholt. Das Bild, dass sich im Fall der Kranhäuser am Rheinauhafen abzeichnet, ist dabei durchaus heterogen: Für die einen ein “Geschwür”, sind die Bauten am Rheinufer für die anderen Teil “einer neuen Skyline” Kölns.
Eine von mehreren Stimmen zu den Kranhäusern können Sie hier anhören. Die anderen Stimmen zu diesem problematischen Ort finden Sie in der Galerie zu Unort #322 “Kranhäuser im Rheinauhafen”.
Das Unortkataster-Team Köln unterstützt die Diplomarbeit von Maren Sieker im Bereich Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Düsseldorf. Und so geht ab Montag, den 12. Januar, das Unortkataster Hagen online. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit möchte Maren Sieker die in Hagen kartierterten Unorte auswerten und analysieren. Die Kölner Plattform wurde für dieses Vorhaben gespiegelt, leicht modifiziert und auf die neuen Gegebenheiten angepasst.
Sind auch Sie der Meinung, Ihre Stadt braucht ein Unortkataster? Dann kontaktieren Sie unser Kölner Unortkataster-Team.

Immer wieder treten User mit der Frage an uns heran, was denn nun eigentlich ein Unort sei. Zuletzt entzündete sich die Diskussion aufgrund des Beitrags von User „Puetz“. In diesem Fall sah sich das Unortkataster-Team gezwungen, den Beitrag aufgrund persönlicher Diffamierungen von Obdachlosen und Alkoholikern zu löschen. Dem Einhalten der Netiquette als Verhaltensempfehlung im Usernet räumen wir große Bedeutung ein, denn ohne die Beachtung eines angemessenen Tonfalls und der Achtung der Mitmenschen sind zielführende Diskussionen auf Plattformen wie dieser nicht möglich.
Dennoch handelt es sich bei den Netiquetten nur um Verhaltensempfehlungen, viele einzelne Beitrage könnten kontrovers diskutiert werden. Aus diesem Grund möchten wir Sie nach Ihrer Meinung fragen: Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen Unort aus? Spielen hier lediglich bauliche Mängel eine Rolle, oder müssen Kriterien, die auf subjektiven Empfindungen basieren, in gleichem Maße Beachtung finden?
In Zeiten von Web 2.0, e-mail und RSS-Feed hat Herr W. einen Brief an die Stadt Köln geschickt, mit der Bitte um eine Eintragung auf www.unortkataster.de. Die Verantwortlichen auf Seiten der Stadt haben uns den Brief in die Redaktion weitergeleitet, wo er einige freudige Reaktionen hervorrief. Diese durch und durch analoge Meldung für eine digitale Plattform steht für das Team des Kölner Unortkatasters in einer stringenten Folge diverser handschriftlicher Eintragungen während der plan08. Wie diese, auf einer überdimensionalen Kölner Stadtkarte kartierten Orte, wurde auch der von Herr W. eingesandte Unort von uns auf www.unortkataster.de eingetragen. Und so ist es für uns gar nicht so sehr der eigentliche Unort, sondern viel mehr die Art und Weise, wie uns der Hinweis auf Selbigen erreichte: Ein guter, alter, handschriftlicher Brief.